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Sargenzeller pilgern zur Rochuskapelle nach Kämmerzell Drucken E-Mail
Geschrieben von Martina Biedenbach   

Sargenzeller pilgern zur Rochuskapelle nach Kämmerzell
Wahlfahrt am heißesten Tag im Jahr 2009


Von Martina Biedenbach

Sargenzell/Kämmerzell. Es ist eine alte Tradition in Sargenzell. Am Donnerstag nach Maria Himmelfahrt (20. August) lädt die katholische Kirchengemeinde zu einer Wallfahrt an die Kapelle des Heiligen Rochus bei Kämmerzell ein. 2009 fiel dieses Datum ausgerechnet auf den heißesten Tag im Jahr. Trotz Rekordhitze machten sich 23 Pilgerinnen und Pilger gegen 18 Uhr auf den Fußweg zu zehn Kilometer entfernten Kapelle.

 


Singend und betend zogen sie unter Führung von Wallfahrtsleiter Raymund Witzel aus dem Dorf hinaus, vorbei am Golfplatz Praforst durch den Michelsrombacher Wald. Am Roten Kreuz ganz in der Nähe der Autobahn hatten sie gut die Hälfte des Weges geschafft. Dort hielten sie an zu einer Rast. Doch allzu lange konnten sie nicht ruhen, denn um 21 Uhr war ein Gottesdienst an der Wallfahrskapelle vorgesehen.

Bei Einbruch der Dunkelheit, etwa drei Kilometer vor dem Ziel, warteten Rita und Ernst Witzel auf die Gruppe. Sei waren mit dem Auto vorausgefahren und verteilten Getränke sowie Kerzen. Die Kerzen beleuchteten das letzte Stück Weg durch den Wald zur Kapelle. Dort feierte die Gruppe mit weiteren Gottesdienstbesuchern – etliche von ihnen waren mit Autos aus Sargenzell zum Gottesdienst gekommen.

 


Der Pfarrer von Kämmerzeller, hielt die Messe und berichtet vom Wirken des Heiligen Rochus, der als Schutzpatron der Pestkranken und Haustiere verehrt wird. Der Pfarrer legte zum Abschluss den Gottesdienstbesuchern die in einer Monstranz verwahrte Rochus-Relique, zum Segen auf die Stirn. Während der Rochus-Woche kommen zahlreiche Gruppe aus verschiedenen Orten nach Kämmerzell.

Nach dem Gottesdienst ließen einige Pilger den Abend in einer Gaststätte gemeinsam ausklingen.

In Sargenzell war es die 26. Rochus-Wallfahrt in Folge. Der mittlerweile verstorbene ehemalige Seelsorger des Dorfes, Pater Konrad, hatte die alte Tradition im Jahr 1984 wieder ins Leben gerufen. Bis zu 100 Pilger waren schon bei einzelnen Wallfahrt dabei. Seit 1994 leitet der 47-jährige Raymund Witzel die Prozession. Er und sein Team
wählten die Lieder und Gebete sowie Meditationstexte aus, mit deren Inhalt sich die Pilger beim Gehen im Schweigen befassen können.
Hintergrund:
Das Leben des Heiligen Rochus
Vieles in seinem Leben gilt als Legende. Rochus wurde als Sohn reicher Eltern in Montpellier geboren. Nachdem er mit 20 seine Eltern verlor, verschenkte er sein Vermögen und trat in den Dritten Orden des hl. Franz von Assisi ein. Als er 1317 nach Rom pilgerte, half er unterwegs bei der Pflege von Pestkranken. Diese soll er nur mit Hilfe des Kreuzzeichen wundersam geheilt haben. In Rom angekommen heilte er weiter, ohne dass er zu Ansehen oder Reichtum kam.
Als Rochus auf seiner Rückreise in Piacenza 1322 selbst mit der Pest infiziert wurde, wurde er von niemanden gepflegt. Er "empfahl sich Gott" und ging in eine einsame Holzhütte im Wald. Dort wurde er der Legende nach von einem Engel gepflegt, und der Hund eines Junkers brachte ihm solange Brot, bis er wieder genesen war und er nach Piacenza zurückgehen konnte, wo er weiter heilte, bis er dort die Pest besiegt hatte.
Als er wieder in seine Heimatstadt kam, erkannte ihn aufgrund seiner Verunstaltungen durch seine Pesterkrankung niemand, und er wurde unter dem Verdacht der Spionage ins Gefängnis geworfen. Rochus dankte Gott für diese Prüfung und brachte geduldig fünf Jahre im Gefängnis zu, bis er starb. Nach seinem Tod erkannte man ihn anhand eines kreuzförmigen Mals, das er seit seiner Geburt auf der Brust hatte. (Quelle: www.wikipedia.de)

 

Siehe auch Fotogalerie unter Veranstaltungen 2009 / Rochuswallfahrt !!

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. November 2013 )
 
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