Sie sind der 5237759. Besucher
Hauptmenü
Startseite
Aktuell/Allgemein
Vereine
Ortsbeirat
Fotogalerie
Kalender
Gästebuch
Forum
Chat
Downloads
Links
Archiv
Impressum
Anmelde-Formular





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Eröffnung des Früchteteppich Drucken E-Mail
Geschrieben von Helmut Käsmann   

Mensch als Tempel Gottes

Früchteteppich in Sargenzell offiziell eröffnet

Seit Freitagabend, 19.09.2008, strömen die Gäste wieder zum 21. Früchteteppich in der Alten Kirche Sargenzell. Adolf Döring, Vorsitzender des Fördervereins Alte Kirche konnte anlässlich der Öffnung zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen, darunter auch den Pater Provinzial der Mitteleuropäischen Ordensprovinz der Oblaten, Pater Dr. Thomas Klosterkamp OMI, der die theologische Interpretation des Bildes des dänischen Malers Carl Bloch übernommen hatte.

Pater Dr. Klosterkamp OMI sprach von einer einzigartigen biblischen Szene der Tempelreinigung, die Jesus im Zorn zeige, als er Geldwechsler und Tierhändler aus dem Haus des Herrn vertrieb. Dies sei ein ungeheuerlicher Vorgang für die Juden dieser Zeit gewesen, dass Jesus sich die Vollmacht nahm, mit der jüdischen Tradition zu brechen. Das Bild rufe dazu auf, die Erstarrung des Glaubens zu durchbrechen. Wenn der Mensch Gottes Geist in sich trage, dann sei er selbst der Tempel. Das Bild frage danach, was wirklich zähle, und ob der Mensch schon sichtbarer Tempel des Herrn geworden sei.

 


Als Vorlage für den diesjährigen Früchteteppich diente Ria Noll und ihrem Team schon zum zweiten Mal ein Gemälde des dänischen Malers Carl Bloch, das 1875 entstand und heute in der königlichen Betkammer im Schloss Frederiksborg in Dänemark hängt. Besonders schwierig war aus Sicht von Ria Noll in den acht Wochen, in denen der Früchteteppich gelegt wurde, die Darstellung von Christus, die zuletzt ausgearbeitet worden sei. Sie hoffe, dass es gut gelungen sei, den Ernst und den Zorn des Herrn herauszuarbeiten. Trotz der mühevollen Detailarbeit sei ein Team von Helfern gewachsen, das sich hervorragend verstehe. Sie freute sich, dass in diesem Jahr auch wieder neue Helfer gewonnen werden könnten.

Das Erfolgsgeheimnis des Früchteteppichs, der jedes Jahr zehntausende von Besuchern fast aus ganz Deutschland anzieht, ist nach den Worten von Stadträtin Gisela Aha nicht nur die Kunstfertigkeit des Bildes sondern auch die Form der Verkündigung, die bewege und berühre weit über das Zeigen des vergänglichen Früchteteppichs hinaus. Pfarrer Alfons Gerhardt sprach von einer besonderen Form der Glaubensverkündigung, Ria Noll und ihr Team seien Botschafter des Evangeliums. Auch Stadtverordnetenvorsteher Ditmar Weidenbörner hob hervor, dass der Früchteteppich mittlerweile zu einem Markenzeichen für die gesamte Region geworden sei, mit dem sich die Menschen identifizierten. Für eine besondere musikalische Umrahmung sorgte der Kammerchor aus Dermbach „Canticum Novum“ unter Leitung des amerikanischen Komponisten und Musikpädagogen Dr. Hans Aschenbach. Dieser komponiert gegenwärtig ein Musical, das der Lebensgeschichte des „Rhönpaulus“ gewidmet ist, das im kommenden Jahr in Dermbach uraufgeführt werden soll. Adolf Döring betonte, dass der Chor es sich zur Aufgabe gestellt habe, den Westflügel des Dermbacher Schlosses für kulturelle Zwecke zu restaurieren.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. November 2013 )
 
< zurück   weiter >